Neuerungen/Änderungen:
Ab Version 2.03 kann das Programm Karten mit unterschiedlichen Maßstäben verarbeiten. Dazu werden jeder Karte ein Maßstab und eine Projektionseinstellung zugeordnet. Sollten Sie bereits eine ältere Version (bis V. 2.02) von GPSViewer installiert haben werden evtl. vorhandene Karten automatisch auf den gerade eingestellten Maßstab (Voreinstellung 1:50.000, keine Projektionsentzerrung) gesetzt. Sollten andere Einstellungen erforderlich sein kann über den neuen Menüpunkt "Track->Configure Maps" jeder Karte ein individueller Maßstab und Projektion zugeordnet werden.
Karten eingemessen
Beim Laden von neuen Karten werden zuerst Maßstab und Projektion abgefragt. Unter dem Maßstabfeld berechnet GPSViewer automatisch das zum Maßstab gehörende Pixelverhältnis der Vorlage. Zum Maßstab 1:50.000 gehört z.B. ein Bitmap mit 1000 Pixel Kantenlänge auf 5000 m Gelände. (siehe auch Karten einscannen)
Typische Kartenwerke: Flurkarte im Maßstab 1:5.000 zur Lokalisierung von Grenzmarkierungen im Gelände. Top25 (1:25.000) und Top50 (1:50.000) der Landesvermessungsämter als Wander- und Fahrradkarten. 1:200.000 für Ballonfahrer, Segel-, Gleitschirm- und Drachenflieger.
Projektionsentzerrung des Meridianstreifensystem Gauß-Küger- Universal Transversal Merkatorprojektion
Die nebenstehende Abbildung (Abb. 2) verdeutlicht das Problem der Darstellung einer Ellipsoidoberfläche auf einer zweidimensionalen Karte. Das Abwickeln der Oberfläche verursacht einen Projektionsfehler (Meridiankonvergenz), der beim Bestimmen einer GPS Position in der Karte berücksichtigt werden sollte.
Das Meridianstreifensystem und die Transversale Merkatorprojektion sind in Europa weit verbreitet. Die Koordinaten beziehen sich jeweils auf einen Hauptmeridianstreifen (Längengrad ⊥ Breitengrad) an dem die abgerollte Kugeloberfläche rechtwinklig zum Breitengrad anliegt. Weltweit wird die Erde in 3°-Schritten aufgeteilt (UTM). In Deutschland werden die Längengrade 6°, 9°, 12°, 15° östlich von Greenwich als Haupt- bzw. Mittelmeridiane (Abzissenachse) genutzt. Für jede GPS Position muss eine Entzerrung der Projektion durchgeführt werden, dadurch wird der Fehler, der mit der Entfernung vom Mittelmeridian zunimmt, auf ein vertretbares Maß reduziert.
GPSViewer kann eine Korrektur der Track- und Positionsdarstellung bei geladener Karte vornehmen. Ist im Hauptmenü unter "Track" und "Map" "Configure Map" in der "Map Projection" Listbox "Projection" ausgewählt, muss zusätzliche der Gradwert für den Haupt- bzw. Mittelmeridian (Abzissenachse) des verwendeten Kartenwerkes angegeben werden. Bei "no Projection" wird keine Korrektur vorgenommen. |