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Network Time Protocol = Netzwerk Zeit Protokoll

Für heterogene Netze auf TCP/lP-Basis eignet sich das Network-Time-Protocol kurz NTP. Es wurde entwickelt, um auch in großen WANs eine stabile Zeitsynchronisation zu gewährleisten.

NTP wurde 1988 als RFC (Request for Comments) veröffentlicht und als Standard für die Zeitverteilung im weltweiten Internet übernommen. Dave L. Mills. Professor an der Universität Delaware, hat mehrere Versionen des Protokolls entwickelt und ständig an die Eigenschaften lokaler Netze sowie Weitverkehrsnetze angepasst.

NTP ist ein hierarchisches Synchronisationsverfahren, bei dem sich das Synchronisationsnetzwerk bei Ausfällen oder Verschlechterungen von Netzwerkpfaden dynamisch rekonfiguriert. Damit nicht alle Rechner im Netz die Uhrzeit von nur einem Server beziehen, und diesen Rechner damit in großen Netzen sehr belasten, wird mit NTP eine schichtweise Synchronisation vorgenommen.

Die oberste Schicht (Stratum 1) bildet der Rechner, der mit einer Zeitsynchronisation durch eine externe Quelle (Funkuhr o.ä.) ausgestaltet ist. Bei geforderter Redundanz können das auch mehrere Rechner sein, die sich dann untereinander kontrollieren. Stratum-1-Rechner stellen dann die Zeitquelle für Rechner der zweiten Schicht (Stratum 2). Diese Rechner sind dann Time-Server für die nächste Schicht. Bis maximal 15 Schichten lassen sich mit diesem Mechanismus aufbauen.

 
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